Schulöffnung am 2. Juni

Maintal, den 25.05.2020

ELTERNINFORMATION


Liebe Villa- Eltern,


nun ist es- wenn nicht wieder etwas dazwischen kommt- nur noch eine Woche hin, bis auch alle anderen Klassen wieder Präsenzunterricht in der Schule haben werden. Uns als Schule stellt das vor große Herausforderungen, denn wir sollen, so umfassend wie möglich, 300 Kinder unter den strengen Hygiene- und Abstandsregeln unterrichten. Es gibt hierzu keine allgemeingeltenden Vorgaben vom Kultusministerium, was auch sinnvoll ist, denn die Gegebenheiten sind in den Schulen oft sehr unterschiedlich. Unser Ziel soll aber sein, den Kindern möglichst viel Unterrichtsinhalt zu vermitteln, denn der Lehrstoff ist vorgegeben und wir haben in den vergangenen Wochen vermutlich alle die Erfahrung gemacht, dass das Homeschooling mit der Zeit immer schwieriger wurde, die Kinder sich immer schwerer motivieren konnten und auch Sie (und wir) als Eltern, unsere liebe Last hatten, die Kinder zum Arbeiten zu bewegen.


Nach sehr ausführlichen Konferenzen, Diskussionen und Abwägungen haben wir uns entschieden, alle Kinder jeden Tag zurück in die Schule zu holen. Das Arbeiten zu Hause soll, wie schon vor Corona, auf die normalen Hausaufgaben begrenzt sein, die am Folgetag von der Lehrkraft kontrolliert wird. Unter den vorgegebenen Bedingungen wird das allerdings mit einer stark verkürzten Unterrichtszeit einhergehen und in kleinen Gruppen. Wir haben darauf geachtet, dass alle Kinder den Großteil ihrer Stunden von der Klassenlehrkraft unterrichtet werden, so dass die Klasse den gleichen Unterricht erhält, auch wenn sie in Grüppchen unterteilt ist. Wir wissen natürlich, dass alle Eltern die sich eine Rückkehr in den Alltag und ins Berufsleben erhofft haben, enttäuscht sein werden. Die Kinder sind zwischen zwei und drei Stunden pro Tag in der Schule- in der kurzen Zeit schafft man es weder zur Arbeit zu fahren, noch zu Hause wirklich effektiv etwas zu erledigen. Alternativen aus anderen Schulen (wöchentlicher Unterricht, einzelne Präsenztage o.ä.) haben wir sorgfältig geprüft und schließlich verworfen. Unser Ziel war es, den Kindern eine Konstanz und eine Struktur zu geben. Und das gelingt am besten, wenn sie jeden Tag Schule haben. Wir hoffen, sie können unsere Entscheidung nachvollziehen- auch wenn es weit weg von einem „normalen Alltag“ ist.


Die detaillierten Stundenpläne, wie auch die Gruppeneinteilung, erhalten Sie von der Klassenlehrkraft. Die Gruppen können nicht getauscht werden, damit keine Durchmischung der Kontaktpersonen stattfindet.



Viele von Ihnen haben die folgenden Informationen bereits im letzten Elternbrief gelesen, für alle anderen haben wir sie noch mal angefügt.



a) Gesundheitliche Voraussetzung für den Wiedereinstieg

Alle Schülerinnen und Schüler, die bei einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt sind, sind vom Schulbetrieb weiterhin befreit. Gleiches gilt für Schülerinnen und Schüler, die mit Angehörigen einer Risikogruppe in einem Haushalt leben. Bitte legen Sie hierfür bis spätestens 18.05. ein ärztliches Attest vor.

Zugang zum Unterricht haben nur gänzlich symptomfreie Schülerinnen und Schüler! Bitte haben Sie für diese klare Regel Verständnis. Wir sind keine Ärzte.

Bei plötzlich auftretendem Krankheitsgefühl müssen sich die Kinder sofort bei ihrer Lehrkraft melden.

Schülerinnen und Schüler mit Fieber, Husten, Halsschmerzen sowie anderen grippe- und erkältungsmäßigen Symptomen müssen zu Hause bleiben (wie gehabt, telefonisch krankmelden).

Alle Kinder, die zu Hause bleiben, erhalten weiterhin ihren Lernstoff in der gewohnten Form.


b) Informationen zum täglichen Tagesablauf


Die Kinder müssen vor Unterrichtsbeginn zu Hause gefrühstückt oder gegessen haben und bringen bitte eine eigene gefüllte Trinkflasche mit. Es dürfen keine Spielsachen oder Kuscheltiere mitgebracht oder ausgetauscht werden. Die Ranzen müssen zu Hause auf Vollständigkeit überprüft werden: Mäppchen mit gespitzten Stiften, Radiergummi, Spitzer, Kleber, Schere, alle notwendigen Mappen und Hefte. Es darf kein Material verliehen werden!

Packen Sie bitte Ihren Kindern Taschentücher und eine Tüte für gebrauchte Taschentücher ein.


Bitte schicken Sie Ihre Kinder unbedingt pünktlich, nicht zu früh und nicht zu spät, in die Schule, um somit ungünstige Kontaktsituationen zu vermeiden. 5 Minuten vor Unterrichtsbeginn ist ein guter Zeitpunkt.

Erinnern Sie Ihr Kind bitte daran, auch auf dem Schulweg/Heimweg den Mindestabstand einzuhalten.


Die Kinder gehen direkt in den Klassenraum auf ihren Platz. Diese werden am ersten Tag durch die Lehrerin neu zugewiesen. Der Handlauf an den Treppen sollte nach Möglichkeit nicht benutzt werden. Die Tische sind so angeordnet, dass ein Abstand von 1,5 Meter in alle Richtungen eingehalten wird. Die Jacken kommen an die Stuhllehne. Der Unterricht läuft im Block mit kleinen Bewegungspausen am Platz ab. Schüler gehen nur einzeln auf die Toilette. Bei Begegnungen ist die Einhaltung des Mindestabstandes untereinander zu beachten.


c) Informationen zur allgemeinen Hygiene, insbesondere Handhygiene


Seit zwei Wochen findet der Unterricht mit den Abgangsklassen in den weiterführenden Schulen statt. Leider habe ich heute erfahren, dass bei einigen Schülerinnen und Schülern die neue Situation noch nicht angekommen ist. Die Hygiene-, Abstands- und Kontaktregeln werden zum Teil nicht eingehalten. Das ist sehr bedenklich.

Von daher ist es unabdingbar, dass Sie mit Ihren Kindern vorab erklären, dass Schule in den kommenden Wochen anders laufen wird, als das früher gewesen ist. Das ist „blöd“, aber notwendig.


Die Hände werden gemäß den Vorgaben gewaschen:

  • Nass machen: Die Hände werden unter fließendes Wasser gehalten. Die Temperatur spielt dabei keine Rolle.

  • Rundum einseifen: Handrücken, Daumen, Fingerzwischenräume und Fingerspitzen sollten gründlich eingeseift werden.

  • Zeit lassen: Gründliches Händewaschen dauert mindestens 20 Sekunden, bei stark verschmutzten Händen auch länger.

  • Gründlich abspülen: Die Hände sollten unter fließendem Wasser abgespült werden.

  • Sorgfältig abtrocknen: Das Abtrocknen der Hände – auch der Fingerzwischenräume – gehört zum wirksamen Händewaschen dazu. Durch das Abtrocknen werden Keime entfernt, die noch an den Händen oder im restlichen Wasser an den Händen haften.


Beim Husten oder Niesen muss man auf den Abstand zu anderen Mitmenschen achten und die Armbeuge hierfür nutzen. Taschentücher dürfen nur einmal verwendet und müssen anschließend in die Plastiktüte gepackt werden. Anschließend müssen die Hände gründlich gewaschen werden (siehe oben). Papiertücher werden nach dem Händewaschen ordentlich in den Mülleimer entsorgt. Üben Sie bitte mit Ihren Kindern, sich selbst (und natürlich auch anderen) möglichst nicht ins Gesicht zu fassen und keine Stifte in den Mund zu nehmen (hilft manchen beim Nachdenken).


Die Klassenräume werden vor dem Unterricht, nach einer Stunde und nach dem Unterricht gelüftet. Nach dem Ende des Unterrichts gehen die Schülergruppen direkt nach Hause bzw. die angemeldeten Kinder in die Notbetreuung.


Als letzten Punkt möchten wir noch auf die Maskenpflicht eingehen. Das Tragen der Masken ist nicht verpflichtend. Ich bitte Sie aber, dass Sie Ihrem Kind, falls möglich und vorhanden, bereits eine Maske/ Schal/ Tuch bereitstellen, damit wir den Umgang damit einüben und auch Erfahrungen sammeln können, wie sich die Unterrichte unter diesen Gegebenheiten realisieren lassen.


Bitte sprechen Sie den gesamten Ablauf mit Ihren Kindern zu Hause durch, damit sie bestmöglich auf den Schulbesuch vorbereitet sind. Auch werden wir die gesamten Hygieneregeln noch einmal eingehend mit den Kindern besprechen.


d) Bewertung und Versetzungen

Wir werden uns auch in den kommenden Wochen bis zu den Ferien auf die Festigung der Kernkompetenzen in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht konzentrieren. Sicherlich haben Sie auch grundsätzliche Fragen, z. B. zur Bewertung der unterrichtsersetzenden Lernsituationen im häuslichen Bereich oder zu Versetzungen.


Bewertung

Hinsichtlich der Bewertung der unterrichtsersetzenden Lernsituationen im häuslichen Bereich stellt der Kultusminister klar, dass nach der Wiederaufnahme keine Bewertung des Wissens und der Kompetenzen, die sich die Kinder in der Zeit der Freistellung vom Unterricht angeeignet haben, im Sinne einer Leistungsbewertung gem. § 73 HSchG erfolgen darf. Notwendig ist aber, dass die Lehrkräfte nach der Wiederaufnahme des Unterrichts die Lernstände der Kinder ermitteln und die Inhalte der Lernangebote aus dieser Phase aufgreifen. Nach der vertiefenden Behandlung im regulären Unterricht können diese Inhalte zu einem geeigneten Zeitpunkt auch Gegenstand von Leistungsnachweisen werden und einer Leistungsbewertung unterliegen. Ebenso ist es aus pädagogischen Erwägungen für die Lehrkraft möglich, besondere Leistungen der Kinder zu berücksichtigen.


Versetzungen

Grundsätzlich werden die Versetzungsentscheidungen auf der Grundlage der Noten im Jahreszeugnis getroffen. Werden die Versetzungsbedingungen in diesem Schuljahr nicht erfüllt, erfolgt trotzdem ein Aufrücken in die höhere Jahrgangsstufe. In den Fällen, in denen der vor der Zeit der Schulschließungen gezeigte Leistungsstand der Kinder eine erfolgreiche Mitarbeit in der nächsthöheren Jahrgangsstufe nicht erwarten lässt, werden wir sie entsprechend beraten und auf die Möglichkeit einer freiwilligen Wiederholung hinweisen.


Abschließend an dieser Stelle unseren herzlichen Dank an alle Eltern die uns auf diesem Weg unterstützen und begleiten- auch wenn es weiterhin von unbequemen Einschnitten im häusliche Alltag kommen wird. Wir waren und sind bemüht, im Sinne der Kinder zu entscheiden und hoffen, dass uns dies mit diesem Konzept gelungen ist.

Sollte sich bezüglich der Schulöffnung etwas Neues ergeben oder verändern, werden Sie selbstverständlich so schnell wie möglich darüber informiert.


Bis dahin erst mal liebe Grüße!


Jana Schmidt und Simon Janson


Anhang


Hab‘-Acht-Regeln zum Verhalten in der Schule


  • Aufsicht auf dem Schulhof, Kinder gehen nacheinander einzeln in die Klassenräume und beginnen dort mit der Handhygiene.

  • Händewaschen direkt beim Betreten des Klassenzimmers und bei Bedarf. Alle Kinder müssen die Hände waschen.

  • Die Jacken werden mit in den Klassenraum genommen.

  • Jedes Kind bringt eine Packung Taschentücher (für die Lagerung der Masken) sowie eine kleine Plastiktüte für den Hygienemüll mit.

  • Es gibt keine Pausen.

  • Es findet kein Frühstück statt.

  • Versetzter Schulschluss, sofortiges Verlassen des Schulgeländes. Abstandsregeln auch auf dem Nachhauseweg.

  • Jedes Kind nutzt ausschließlich sein eigenes Material.

  • Feste Sitzplätze, max. 12 Kinder pro Klasse.


 

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